Ziel des Risiko-Managements ist es, eine Aussage zur Risikosituation des Gesamtunternehmens zu treffen. Naturgemäß kann eine Gesellschaft nicht alle Risiken komplett beherrschen, aber die Kapitalausstattung sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Risikosituation stehen.
Allerdings ist die Aggregation der Risiken nicht trivial, denn üblicherweise treten nicht alle Risiken gleichzeitig auf (Diversifikation). Außerdem kann je nach Art des Risikos ein Eintreten direkte Auswirkungen auf andere Risiken haben (Korrelation). Bei der Aggregation sind solche Effekte zu berücksichtigen.
In der Praxis finden heute im Wesentlichen zwei Modelle zur Risikoaggregation Anwendung:
Die Monte-Carlo-Simulation mit der pfadidentischen Aggregation ist grundsätzlich die bessere Methode, denn sie kommt ohne Schätzungen für Korrelationen aus. Allerdings ist der Aufwand in der Praxis so hoch (ggf. mehrere 100.000 Pfade), dass häufig auch Mischformen verwendet werden, die eine pfadidentische Aggregation im ersten Schritt mit einer Aggregation auf Basis von Korrelationen im zweiten Schritt kombinieren.